COOLE PARTNERÜBUNG FÜR DEN VERREGNETEN SONNTAGNACHMITTAG

Ich poste das jetzt einfach einmal unter „Seminar“, denn genau das könnt Ihr daraus für euch machen 😉 Ein Mini-Seminar! Frei Haus.

Ihr braucht: eine weiche Unterlage, z.B. mehrere dicke Decken
Eine wuschelwarme Zudecke
Ein flaches Kissen für den Kopf
Ggf. ein Sitzkissen/ stabiles Kissen zum Draufsetzen

Restliche Familie raus schmeißen, Handy aus, entspannende Lieblingsmusik an, Kerze an.

Ein/e Partner/in legt sich hin, ruckelt sich bequem zurecht, wird schön zugedeckt.
Kopf aus 
Augen zu.
Stell dir vor, deine Gedanken wären Wolken. Du folgst ihnen nicht länger, sondern distanzierst dich von ihnen und siehst sie am Himmel dahin ziehen. Du betrachtest sie wie von außen.

Der/ die andere/r Partner/in setzt sich ans Kopfende. So, dass er den Kopf des/ der anderen gut in die Hände nehmen kann. Damit das auch bequem ist, wird tatsächlich eine gewisse Fitness gebraucht – alternativ geht´s mit Massageliege und Stuhl sehr schön 
Du mogelst dich erst mit der einen, dann mit der anderen Hand unter den Kopf und formst mit den Händen eine Schale, in der er zu liegen kommt.
Dann tastest du mit deinen Fingerspitzen im Nacken nach dem „Schädelende“. Lass dir Zeit. Es regnet noch lange weiter. Tatsächlich kannst du dich dort mit den Spitzen aller Finger – außer den Daumen – einhaken. Gaaaanz sachte, gaaaanz sanft. Genau das machst du. Dabei passiert es automatisch, dass der Kopf deines/ deiner Partners/ Partnerin nicht länger in deinen Händen liegt, wie in einer Schale, sondern nun auf deinen Fingerspitzen und Handballen.
Wunderbar!
Jetzt baust du mit den Fingerspitzen, mit denen du dich eingehakt hast, einen ganz, ganz, GANZ sanften Zug zu dir her auf. Er ist so leicht, dass es bereits ausreicht, dass du dir das nur vorstellst, ohne deine Muskeln tatsächlich bewusst zu bewegen.
Und nun … fühlst du. Du fühlst hinein, was der Kopf in deinen Händen so macht. Du kannst auch weiter in den Körper fühlen, als wärst du in einer besonders geilen 3-D-Show. Über deine Finger kannst du in Gedanken in den Hals hin fühlen – den nötigen, sanften Zug, damit die Infos vom Gewebe an deine Fingerspitzen geleitet werden, hast du ja drauf.
Entlang der Wirbelsäule kannst du durch den ganzen Brust- und Bauchraum fühlen, bis du im Becken angekommen bist. Du kannst auf die Stellen lauschen, die verspannt sind und sich gar nicht so recht entspannten wollen. Du brauchst aber nichts zu tun. Du beobachtest sie nur. Und wanderst die Wirbelsäule deines Partners dann wieder hoch.
Ups, der Kopf hat sich bewegt? Beobachten.
Wenn du gar nichts fühlst, ist das auch prima. Dann hältst du einfach diesen winzigen, fast nur gedachten Zug aufrecht, der dir einen so guten Gewebekontakt ermöglicht.
10 Minuten lang. Oder 15. Oder 20. Oder eine halbe Stunde.

Als der- oder diejenige, der/ die liegt, tust du ebenfalls nichts anderes, als zu beobachten. Wie fühlt sich das an, wie dein Kopf gehalten wird? Und kannst du deiner Hals- und Nackenmuskulatur erlauben, so darauf zu reagieren, wie sie möchte? Sprich, kannst du deine Muskeln los lassen?

Ich könnte ja jetzt erklären, was bei dieser coolen Übung passiert und warum, und wie sich das unter Umständen anfühlt. Das mache ich aber ganz bestimmt nicht, sondern freue mich auf DEIN Feedback im Kommentar, wie es denn bei dir/ bei euch gelaufen ist. Viel Spaß derweil!